Stationen und Bereiche im Erfahrungsfeld Schloss Reichenberg

Wo, wie, was?

Das Erfahrungsfeldgelände umfasst die Obere Burg und ein großes Außengelände, das in verschiedene gärtnerisch gestaltete Bereiche aufgeteilt ist. Jeder dieser Bereiche besitzt einen eigenen Charakter und damit eigene Aktionselemente, die für die unterschiedlichen Themen und Programme jeweils zusammengestellt werden. Ein 3D-Modell gibt Ihnen einen Überblick.

An der Rezeption im unteren Burghof werden die Besucher empfangen. Dort stehen Toiletten, ein Lädchen und ein Getränkekühlschrank zur Verfügung.

Angrenzend an die Obstwiese laden zwei naturnahe Sammelplätze zur Willkommensrunde ein – schattig unter imposanten Kastanien oder sonnig umgeben von Forsythien. Taschen finden dort eine sichere Aufbewahrung.

Auf der Obstwiese stehen offene grasbewachsene Aktionsflächen für Gruppenherausforderungen und Abenteuerspiele bereit: Teamwippe, Pfahl, Pendelseil, ein umgestürzter Baum ergänzen die bewegungsintensiven Bausteine. Unter Anleitung der Mitarbeitenden kommen die Gruppen nicht nur in Bewegung, sondern auch ins Mit- und Nachdenken.

Abgegrenzt durch eine bewachsene Böschung liegt die stille Waldkirche im ehemaligen Mauergarten unter mächtigen Buchen an der Waldkante. Bereits der Zugang durch den Haselnusstunnel markiert die Ausrichtung der Aufmerksamkeit: Nach oben und nach innen. Unter freiem Himmel laden sieben Stationen mit Symbolhandlungen dazu ein, das Freundschaftsangebot des Gottes der Bibel mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Über eine in die Böschung geschmeidig eingepasste Holztreppe verlässt man den stillen Raum und kann den Weg in Richtung Obere Burg fortsetzen. Im Bereich des Zwingers, also zwischen der äußeren, zur Hälfte sanierten, mächtigen Zwingermauer und der nur noch in Bruchteilen vorhandenen inneren Ringmauer finden Interessierte den Summstein, eine Sandsteinskulptur mit Resonanzhöhlen, in denen man seine Stimme ausprobieren kann.

Ins Auge fällt im inneren Burghof sofort das Ensemble aus Renaissance-Ziehbrunnen und Wasser-Klang-Installation des Künstlers Christoph Müller. Alle Arbeitsschritte, die zum erhofften Klangergebnis führen, gilt es mit allen Mitbeteiligen zu koordinieren. Jeder für sich ist spannend und belebend.

Eine steile Treppe führt hinab in den Gewölbekeller des Krummen Baus. Die Atmosphäre wandelt sich. Im Dunkel des Kellers ist eine große Präsentationsfläche installiert, die für verschiedene Vorführungen und Hörspiele genutzt wird.

Über dem Gewölbekeller gelegen öffnet der Rittersaal sein Eichentor. Auf bunten Hockern kann rund um moderne Tische Platz genommen werden. Bewusst als Kontrast im denkmalgeschützten Raum platziert, liegen auf den Tischen ganz verschiedene eigens entwickelte Spielmaterialien bereit. Es geht um „zusammen arbeiten“, „anvertrauen“ oder „investieren“.

Nach 10-jähriger Restaurierungsarbeit konnte im Sommer 2017 der Innenausbau des Krummen Baus abgeschlossen werden. Er beherbergt nun zwei großzügige und einladende Räume mit unterschiedlichem Charakter: Dunkle Deckenbalken und Fliesen im Rittersaal im 1. Obergeschoss und ein warmer Holzboden mit moderner Akustikdecke im 2. Obergeschoss. Im oberen Saal ergänzen eine Teeküche mit Tresen und Toiletten die Nutzungsmöglichkeiten für die vielen regionalen Gruppen und Einzelgäste, die das Schloss mit dem Erfahrungsfeld besuchen: Erlebnispädagogische Aktionen können jetzt auch drinnen durchgeführt werden. In die Programme können konzentrierte Seminar- und Reflexionseinheiten, Vorträge, Musik oder Sektempfang eingebaut werden. Verbunden werden die beiden Säle durch eine moderne Stahltreppe, die geschickt in die schiefe Form des Treppenhauses eingefügt wurde.

An der nordöstlichen Ecke der Zwingermauer liegt der Verliesturm. Unter dem Gitter über dem einzigen Zugang ist eine Strickleiter befestigt. Gesichert dürfen die Besucher bis auf den Grund des alten Gefängnisses hinabsteigen. Diese Aktion wird in Verbindung mit verschiedenen Themen gebracht und so zum Nacherleben und zum Nachdenken angeregt.